Was bleib übrig?

Was bleibt, wenn wir uns verlieren

Was ist übrig… wenn keiner mehr weiß, wer er ist?

Ich hör sie flüstern auf den Straßen, das Wort: Patriarchat
Doch ich komm aus einer Zeit, wo man das gar nicht hat
80er-Kind, 90er-Rebell
Hab Gleichberechtigung gelebt, nicht debattiert im Karussell
Meine Mutter war stark, mein Vater sensibel
Doch heut wirkt jede Nähe schon wie ein Risiko-Spiel
Sie sagt: “Du verstehst das nicht!” – und vielleicht hat sie recht
Doch auch ich fühl mich fremd in dem neuen Geschlecht
Mannsein ist Frage, Frau ist System
Beziehung heißt Kampf, nicht mehr Zusammen-Gehen
Wir leben Vielfalt im Übermaß, Konsum als Stil
Doch Liebe wurde ausverkauft – ein totes Gefühl

Sag mir… wozu noch kämpfen, wenn keiner mehr fühlt?
Sag mir… wer ich bin, wenn nichts mehr spielt?
Du sagst, wir sind frei – doch ich fühl mich leer
Wir sind so gleich… und doch so fern
So fern, so fern…

Sie sagen: Der Mann sei Schuld, doch wo bleibt die Frau?
Die, die ghostet, wenn’s echt wird, bleibt lieber im Bau
In ihren Wänden aus Instagram, Selbstschutz und Glanz
Doch kein Blick trifft mehr ehrlich, kein Wort mehr Substanz
Er auch – zieht sich zurück, weil keiner mehr weiß
Wie man fühlt, wie man liebt, wie man handelt im Kreis
Kein Wir, kein Zuhause, nur Tinder als Markt
Du bist nicht mein Mensch – du bist Swipe, du bist hart
Und ich frag mich, wie das kam, wann der Sinn sich verlor
Vielleicht weil keiner mehr fällt – wir rennen nur vor

Vielleicht… ist das die neue Zeit…
Vielleicht… ist Liebe nicht mehr gemacht für uns…
Oder haben wir einfach vergessen, wie man liebt?

Wir reden von Gender, von Regeln und Norm
Doch nicht vom Gefühl, das darunter erfror
Wir sind Kinder der Freiheit – und doch so gefangen
In Bildern, in Rollen, in ewigen Schwanken
Die Frau kämpft für Sichtbarkeit – der Mann schweigt sich aus
Beide blind in der Suche nach einem echten Zuhaus
Und am Ende ist jeder allein mit dem Schmerz
Mit dem Screen in der Hand – aber leer in dem Herz
Wir sind gespalten – nicht nur in Lager und Macht
Sondern in Mann und Frau – in Tag und Nacht

Sag mir… wo ist der Sinn, wenn wir uns verlieren?
Sag mir… wer ich war, in deinen Papieren?
Ich wollt nur halten, nicht beweisen
Doch Liebe wird hier in Zahlen zerreißen
So fern, so fern…

Ich seh junge Frauen, gefangen im Plan
Zu stark für Nähe, zu verletzt vom Wahn
Ich seh junge Männer, verloren im Blick
Ohne Aufgabe, ohne Ich, ohne Glück
Und ich frag mich: Wo ist unser Kompass geblieben?
Wollten wir Gleichheit – oder fliehen wir vor Lieben?
Ist das die Moderne? Ist das der Preis?
Wenn Vielfalt so laut wird, dass keiner mehr weiß?
Vielleicht sind wir reich – aber leer wie Glas
Ein Planet mit WLAN… aber keiner sagt: “Lass uns was ändern.”

Ich wollte nur lieben…
Ich wollte nur lieben…

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